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Das Prinzip der Solarisation, bei dem die Sonnenstrahlen auf die Weinblätter reflektiert werden, wird durch dieses reflektierende Gewebe unter den Rebstöcken erreicht. Die Forschungen (Universität Montpellier) begannen 1991 zunächst mit einem thermischen Ziel, aber es zeigte sich, dass der Lichteffekt überwiegt. Nachdem dieser Effekt nachgewiesen war, bestand die Schwierigkeit darin, eine geeignete reflektierende Folie zu finden, die eine gute Wirksamkeit und ausreichende Festigkeit aufweist und die Arbeit des Winzers nicht beeinträchtigt. Zunächst handelte es sich um eine einfache Aluminiumfolie, doch nach fünfjähriger Forschungsarbeit gelang es einem Unternehmen aus dem Departement Isère (MDB Texinov), Vitexsol zu entwickeln (1,3 Euro pro Laufmeter, die Breite ist nicht angegeben) zu entwickeln, bei dem winzige Aluminiumstreifen auf einem synthetischen Gewebe befestigt sind, sodass die Strahlen in alle Richtungen reflektiert werden. Dieses ursprünglich grüne „Gewebe” wurde später in einer „roten” Version weiterentwickelt, die hinsichtlich des Aromapotenzials der Trauben wirksamer zu sein scheint. Tests in Frankreich, Deutschland und Spanien haben gezeigt, dass die Verwendung von Vitexsol zu einer 25-prozentigen Steigerung der von der Pflanze aufgenommenen Lichtenergie führt und den Gesundheitszustand verbessert. Tests in einigen Weingütern im Bordelais haben gezeigt, dass der aus „solarisierten” Trauben hergestellte Wein mehr Farbe hat und die Typizität der Rebsorten stärker ausgeprägt ist. Die INAO hat die Verwendung von Vitexsol in AOC-Weinen verboten, da es die Eigenschaften des Terroirs der Appellation verändern und die Verbindung zwischen dem Wein und seinem geografischen Umfeld aufheben würde.