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Definition: Müller-Thurgau

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Eine der wichtigsten Rebsorten der Deutschschweiz, die von Professor Hermann Müller, gebürtig aus dem Kanton Thurgau in der Schweiz am Bodensee, gezüchtet wurde. Ihr Erfinder, Professor Hermann Müller, Direktor der deutschen Weinbauanstalt in Geisenheim am Ende des 19. Jahrhunderts, führte eine ganze Reihe von Rebsorten-Kreuzungen durch. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz ließ er sich einige seiner Selektionen zusenden. Die Nr. 58, von der der Professor glaubte, sie stamme von Riesling- und Sylvaner-Reben ab, führte schließlich zur Kreuzung Riesling x Sylvaner oder Müller-Thurgau in Deutschland.

Erst 1998 gelang es einem Team österreichischer Forscher, mittels genetischer Analysen nachzuweisen, dass sich der Professor hinsichtlich der Herkunft der Rebsorte geirrt hatte. Hermann Müller hatte Riesling nicht mit Sylvaner gekreuzt, sondern mit einer Rebsorte, die mit dem Chasselas verwandt ist, der Madeleine Royale.

Sie kann sehr elegante, zart fruchtige Weine mit einer Note von Muskat und Aromen exotischer Früchte hervorbringen. Diese weiße Rebsorte ist die am häufigsten angebaute in der Deutschschweiz, jedoch in stetigem Rückgang begriffen.