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Definition: Dimethyldicarbonat oder DMDC

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Anfang der 1970er Jahre kam in der Önologie ein neues, sehr wirksames Antiseptikum gegen Hefen und Bakterien auf den Markt: Diethyldicarbonat (DEDC) oder Baycovin®. 1972 lehnte die FDA (Federal Drug Administration) die Verwendung von DEDC zur Stabilisierung von Weinen aufgrund der Bildung von Ethylcarbamat ab, das als krebserregend für den Menschen bekannt ist.

Das deutsche Unternehmen Bayer entwickelt daraufhin ein neues Produkt: Dimethyldicarbonat (DMDC) oder Velcorin®, das kein Ethylcarbamat bildet, sondern Methylcarbamat freisetzt, eine Substanz, die als ungiftig gilt. DMDC ist eine farblose Flüssigkeit mit leicht stechendem Geruch, die bei Konzentrationen unter 200 mg/l bei der Verkostung nicht nachweisbar ist.

DMDC wirkt auf Hefen, indem es bestimmte Enzyme durch Reaktion mit Histidin inaktiviert und so den Tod des Mikroorganismus verursacht.