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Die Bündner Herrschaft ist zwar der nördlichste Zipfel Graubündens, klimatisch gesehen jedoch der südlichste. Nebel ist hier selten, dafür weht der Föhn über die Weinberge und Obstgärten, wenn der Herbst schon weit fortgeschritten ist, und lässt den Zuckergehalt der Früchte in die Höhe schnellen, was für ausgezeichnete Weine sorgt. Chur, die Hauptstadt Graubündens und Zentrum der Region, liegt im Rheintal. Mit der Rhätischen Bahn oder dem Postauto Graubünden gelangen Sie in kürzester Zeit zu zahlreichen kleinen und grossen touristischen Zielen.
Das wichtigste Weinanbaugebiet konzentriert sich auf die Bündner Herrschaft und ihre Gemeinden Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans. Im Bündner Rheintal zählen auch Zizers, Trimmis, Chur und Felsberg zu den bedeutenden Weinbaugemeinden.
Einige Weinberge gibt es auch in Igis, Domat/Ems und Bonaduz. Derzeit werden in Graubünden 42 verschiedene Rebsorten angebaut. Bei den Graubündner Weinen dominiert der Pinot Noir, der 79 % der Rebfläche ausmacht. In keinem anderen Kanton hat der Pinot Noir eine solche Bedeutung. Diese Rebsorte stammt ursprünglich aus Burgund und tauchte zu Beginn des 17. Jahrhunderts erstmals in Graubünden auf. Zwei gute Gründe, Graubünden als «das Schweizer Burgund» zu bezeichnen.
Der Riesling x Sylvaner, der 8 % der Rebfläche ausmacht, ist die zweitwichtigste Rebsorte Graubündens.
Siehe auch „Graubünden (Weinbaugebiet)”.
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