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Umgangssprachlicher Ausdruck für viel, ununterbrochen und in großen Mengen trinken. Es gibt drei mögliche Ursprünge:
Religiös: Einem Text ausdem 13. Jahrhundert zufolge schenkte der Erzbischof von Rouen, Odon Rigault, der Stadt eine überdimensionale Glocke, die aufgrund der Dankbarkeit der Einwohner oder der Eitelkeit des Spenders den Namen Rigault erhielt.
Die von der Anstrengung durstigen Glöckner tranken „à tire la rigaude”.
Musikalisch, von der Flöte, dem Larigot, einer Art rustikaler Blockflöte, aus der der Flötist Töne hervorbringt, ohne zu atmen. In der Taverne musste man, um zu beweisen, dass man wirklich ein Mann war, in der Lage sein, eine ganze Flasche aus dem Flaschenhals zu trinken, ohne Luft zu holen, wie der Larigot-Spieler.
Militärisch, von Chlodwig, der nach seinem Sieg über Alarich den Goten angeblich ausgerufen haben soll: „Ich trinke auf dich, Alarich den Goten!“
Mehrere Ausdrücke sind von der Musik inspiriert: „Siffler pinte sur chopine“ (Pinte auf Chopine pfeifen), wie die Hornisten, Dudelsackspieler, Bombardisten und andere Flötenspieler, die den Ruf hatten, große Trinker zu sein. Man sagte übrigens „boire comme un sonneur“ (trinken wie ein Hornist).